Normozytäre hypochrome anämie
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Liegt ein Eisenmangel vor, helfen Eisenpräparate – entweder als Tabletten oder, wenn nötig, als Infusion. Allerdings schließt ein normales oder sogar erhöhtes Ferritin einen Eisenmangel nicht aus. Auflage, 2012
parallel bestehende) Erkrankungen hindeuten (bspw. Dazu können weitere Blutuntersuchungen, Ultraschall oder eine Untersuchung des Magen-Darm-Trakts gehören. mit Knochenmarkpunktion) erforderlich machen. Eine Erhöhung des sTFR spricht also auch bei erhöhtem CRP für eine Eisenmangelanämie (Diagnostikinformation „Eisenstoffwechsel“).
Alternativ kann der Nachweis eines funktionellen Eisenmangels über die Bestimmung des Retikulozyten-HämoglobinÄquivalents (RET-He) erfolgen.
Wer sich plötzlich schneller erschöpft fühlt oder bei Alltagsaktivitäten wie Treppensteigen kurzatmig wird, könnte betroffen sein. Ist eine chronische Entzündung die Ursache, steht deren Behandlung im Vordergrund. Je nach Ursache und Verlauf bessern sich die Symptome meist, sobald die Grunderkrankung behandelt wird oder der Eisenhaushalt wieder ins Gleichgewicht kommt.
Wer unsicher ist oder Fragen zu den eigenen Blutwerten hat, sollte das Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt suchen.
Auf Grund dieser Kriterien können die Anämien in die folgenden Kategorien eingeteilt werden.
Hypochrome mikrozytäre Anämie (MCV und MCH niedrig)
Die häufigsten Ursachen hierfür sind Eisenmangel, Thalassämien oder andere Hämoglobinopathien. Die weiteren Schritte der Diagnostik hängen von den Erythrozytenindizes MCV (mittleres korpuskulares Volumen) und MCH (mittlerer korpuskulärer Hämoglobingehalt) ab.
Auch Blutverluste, etwa durch wiederkehrende kleine Blutungen im Magen-Darm-Trakt, können eine Rolle spielen. Ferritin gehört zur Gruppe der Akute-Phase-Proteinen, die bei Entzündungen erhöht sein können.
In einem solchen Fall ist daher als nächster Schritt der Diagnostik die Bestimmung von CRP und des löslichen Transferrin-Rezeptors (sTFR) notwendig.
Differentialdiagnostisch hat sich die Klassifizierung anhand des MCV als wertvolle Grundlage für die Durchführung einer sinnvollen laboratoriumsmedizinischen Stufendiagnostik erwiesen.
Mikrozytäre Anämie (MCV erniedrigt)
Normozytäre Anämie (MCV normal)
Makrozytäre Anämie (MCV erhöht)
- Anämie / Eisenstoffwechsel; LaborInfo 145.3, Stand November 2017, Labor 28
- Anämie; Diagnostischer Pfad, Stand November 2017, Labor 28
- Anämiediagnostik im Kindesalter; AWMF-Leitlinie, Stand 02.05.2018, Registernummer 025 – 027, Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH)
- Anämiediagnostik; Diagnostische Pfade in der Laboratoriumsmedizin, Stand März 2014, Nordlicht aktuell
- Aplastische Anämie; Onkopedialeitlinie, Stand August 2018, Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)
- Diagnostik des Eisenmangels; Diagnostische Pfade in der Laboratoriumsmedizin, Stand November 2014, Nordlicht aktuell
- Eisenmangel und Eisenmangelanämie; Onkopedialeitlinie, Stand Juli 2021, Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)
- Eisenmangel; mediX-Leitlinie, Stand November 2020, Verein mediX
- Iron deficiency; Pasricha et al., 2021, Lancet; 397: 233–48
- Klinikhandbuch Labordiagnostische Pfade, W.
Hofmann, J. Aufenanger, G. Hoffmann (Hrsg.), De Gruyter Verlag, 2. Ein niedriges Ferritin ist immer ein Hinweis auf eine Entleerung der Eisenspeicher und somit beweisend für eine Eisenmangelanämie. Häufig steckt eine chronische Erkrankung dahinter, die den Eisenstoffwechsel oder die Blutbildung beeinflusst. Deshalb ist es wichtig, die Ursache zu finden und gezielt zu behandeln.
Wie geht es nach der Diagnose weiter?
Steht die Diagnose fest, folgt meist eine gezielte Suche nach der Ursache.
beim Eisenmangel), • eine Verteilungsstörung (z.B. bei Knochenmarksschädigung oder aplastischer Anämie),
- ineffektive Erythropoese (z.B.
Anämie Empfehlungen zur Labordiagnostik
Anämien gehören zu den häufigsten Komplikationen zahlreicher Erkrankungen, vor allem bei infektiösen und nichtinfektiösen Entzündungen, Mangelzuständen, Leber- oder Nierenerkrankungen oder bei Neoplasien.
blasse Haut, Müdigkeit) und entwickeln sich aufgrund von Adaptationsvorgängen zumeist schleichend.