Staatsanwalt münchen erschossen
Hem / Juridik, Samhälle & Myndigheter / Staatsanwalt münchen erschossen
U. habe mit "direktem Tötungsvorsatz" gehandelt, die Tat "von langer Hand geplant". Zwei Polizisten hätten insgesamt neun Schüsse auf die 30-Jährige abgegeben, erklärte Behördensprecherin Anne Leiding – einer vier, der andere fünf. Bei der Urteilsverkündung zog er eine Pistole, feuerte mehrfach und verletzte den Staatsanwalt tödlich.
Außerdem schoss er auf den Richter, seine eigene Verteidigerin und einen Protokollführer. Wie viele davon die Frau trafen, soll ein umfassendes Schussgutachten noch zeigen. Auch sitze ein Wachmann an der Pforte. Polizeibeamte schossen die mutmaßliche Angreiferin nieder.
Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.
"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach.
Während der Verhandlung sorgte sein Wahlverteidiger Maximilian Kaiser für einen Eklat: Der Anwalt lieferte sich ein heftiges Wortgefecht mit dem Gericht und verließ anschließend den Sitzungssaal. Plötzlich zog der Mann nach Angaben der Polizei gegen 16 Uhr eine Pistole aus der Hosentasche.
Er schoss damit zunächst auf den Richter, der sich aber laut BR aus der Schusslinie bringen konnte.
Sein Mandant wolle, dass Revision eingelegt werde, sagte Pflichtverteidiger Wilfried Eysell.
Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass der 55-Jährige "heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen" den Staatsanwalt "kaltblütig ermordet" habe. "Ich kann nicht mehr sagen." Ein Gutachter erklärte den Angeklagten für voll schuldfähig.
Der inzwischen beinamputierte Mann nahm in einem Krankenbett liegend an dem Mordprozess teil.
Allerdings ist U. gesundheitlich ohnehin stark angeschlagen. Die Behörde ermittelt darum nicht wegen des Verdachts des Totschlags. Dieser könne aber nicht jeden kontrollieren, sagte er.
Das Justizgebäude war am Abend grossräumig abgesperrt. Die als Nebenkläger auftretenden Eltern des Staatsanwalts kritisierten, dass nicht mit einem Metalldetektor am Eingang des Gerichts kontrolliert wurde - dies hätte ihrem Sohn das Leben gerettet.
Im Prozess vor dem Münchner Landgericht gestand U., dass er neben dem Staatsanwalt auch den Richter töten wollte.
Zuvor hatte der 54-Jährige auch auf den Richter der mündlichen Verhandlung geschossen, sein Ziel aber nach Polizeiangaben verfehlt.
Der mutmassliche Täter konnte noch im Sitzungssaal entwaffnet und überwältigt werden. Bayerns Justizministerin Beate Merk eilte noch am frühen Abend an den Tatort.
Staatsanwaltschaft: Polizeischüsse in München wohl rechtens
Die tödlichen Polizeischüsse auf eine mutmaßliche Messerangreiferin an der Münchner Theresienwiese im Juni waren nach vorläufiger Einschätzung der Staatsanwaltschaft München I wohl rechtens.
Juni von Polizeischüssen tödlich verletzt worden, nachdem sie zuvor mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen haben soll.